HomeTätigkeitenHochwasserpartnerschaftenMaterialien für KommunenWasserwirtschafltl. MaßnahmenTechnischer Hochwasserschutz
 

Technischer Hochwasserschutz

Meist werden Siedlungen, Industrie und Infrastruktur durch technische Hochwasserschutzeinrichtungen (Hochwasserrückhaltebecken, Dämme & Deiche, mobile Schutzsysteme) vor drohendem Hochwasser geschützt.

Allen technischen Hochwasserschutzeinrichtungen gemeinsam ist eine Bemessungsgrenze (oft HQ 100). Bis zu diesem Bemessungswasserstand gewähren sie einen planmäßigen Schutz vor Überschwemmungen. Damit wird deutlich, dass der technische Hochwasserschutz keine absolute Sicherheit gewährleisten kann, da er auf einen bestimmten Wasserstand und eine bestimmte Dauer des Hochwassers ausgelegt ist. Es werden immer wieder Hochwasserereignisse auftreten, welche die Bemessungswasserstände überschreiten. Bei einem solchen Extremhochwasser entfällt die Schutzwirkung und die geschützten Flächen werden überflutet. In solchen Fällen ist ein aktueller Hochwasseralarm- und -einsatzplan als Teil des Krisenmanagements von essenzieller Bedeutung, v.a. für Kommunen unterhalb von Hochwasserrückhaltebecken. Diese sollten mit den Betreibern und Betriebsbeauftragten dieser Anlagen abgestimmt sein.

Um im Hochwasserfall die Funktionsfähigkeit zu gewährleisten, müssen alle technischen Anlagen regelmäßig unterhalten und kontrolliert sowie den neuesten Anforderungen angepasst (z.B. DIN 19700, Klimawandel) werden. Im Falle der Fließgewässer muss der Abflussquerschnitt regelmäßig kontrolliert und Störungen beseitigt werden.

Auf Grundlage der neu erstellten Hochwassergefahren- und Risikokarten können die vorhandenen technischen Anlagen neu bewertet und überprüft werden. So kann gegebenfalls ein neues Gesamtkonzept erstellt werden, welches auch durch mobile Anlagen sowie deren Wartung ergänzt werden kann.

Relevante Literatur der LUBW zu Hochwasserrückhaltebecken, Dämmen und Deichen: