HomeTätigkeitenGewässernachbarschaftenThemen Ingenieurbiologie
Lage der Baumaßnahmen in Baden-Württemberg
 

Ingenieurbiologische Bauweisen an Fließgewässern

Im Rahmen der Gewässerunterhaltung wird, laut Wassergesetz Baden-Württemberg, eine naturnahe Gestaltung und Bewirtschaftung des Gewässerbettes und der Ufer gefordert. Wenn nicht ausreichend Raum für eine naturnahe Entwicklung besteht - Lassen statt Machen - können Sicherungsmaßnahmen erforderlich werden. Dafür werden seit vielen Jahren ingenieurbiologische Bauweisen zur Sicherung von Gewässerufern und Böschungen eingesetzt.

Die Ingenieurbiologie ist eine biologisch ausgerichtete Bauweise im Wasser- und Erdbau, welche lebende Pflanzen und Pflanzenteile ingenieurmäßig einsetzt. Ziel ist eine dauerhafte Sicherung mit der Entwicklung möglichst naturnaher Strukturen. Diese Bauweisen tragen zur Aufwertung der Gewässerstruktur bei, da sie insbesondere bei begradigten Gewässern, die Gewässerdynamik initalisieren können.

Als grundsätzlicher Ersatz von rein technischen Ingenieurbauweisen ist die Ingenieurbiologie nicht zu sehen. Sie stellt vielmehr eine zeitgemäß notwendige, naturnahe Bautechnik dar, die durch ihre Eigenschaften vielfältige Funktionen erfüllen, die langfristig ökonomisch und ökologisch sinnvoll ist. Richtig ausgeführt kann diese Art der Sicherung am Gewässer eine rein technische Bauweise in ihrer Haltbarkeit überdauern.

Die WBW Fortbildungsgesellschaft hat gemeinsam mit der LUBW Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz den Themenordner 'Ingenieurbiologische Bauweisen an Fließgwässern' 2013 erarbeitet.

Der Themenordner kann über den Publikationsbereich in Printform bestellt werden.