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Eisgang

Bei langen Frostperioden kann es in den Fließgewässern zu Eisbildung kommen. Dabei bildet sich das Eis entweder an der Oberfläche oder an der Gewässersohle (Grundeis). Es führt zur Vereengung des Flußbetts, wodurch sich das Wasser aufstaut.

Die größte Gefahr für Eisgang setzt bei Tauwetter ein. Dabei steigen die Wasserstände, die geschlossene Eisdecke hebt sich, zerbricht und reißt vom Ufer ab. Die abschwimmenden Eismassen schieben sich unter die noch intakte Eisdecke und erzeugen einen Eisstau. Dadurch wird das zugefrorene Gewässer weiter aufgebrochen – bis hin zur Flussmündung. Dieser Vorgang nennt sich Eisgang. Wird der Abfluss des Wassers durch das Eis behindert, entsteht ein Rückstau und das Wasser tritt innerhalb kürzester Zeit über die Ufer (Quelle: Eisgefahren, Landestalsperrenverwaltung Freistaat Sachsen, 2009).

Eisschollen, die sich von einer Eisdecke an der Oberfläche lösen, können Brücken, Querbauwerke und Engstellen verklausen und so den Abfluss behindern. Die Tatsache, dass Eisgang häufig in Verbindung mit der Schneeschmelze auftritt, verschärft die Hochwassergefahr.

Die Hochwasservorhersagezentrale Baden-Württemberg (HVZ) gibt allgemeine Warnhinweise bei einer Wetterlage, welche zu Eisgang führen kann.

Broschüre (Landestalsperrenverwaltung Freistaat Sachsen) (866,1 KiB)

Weitere Informationen finden Sie im Themenordner "Gewässerunterhaltung - Der richtige Umgang mit dem Hochwasser".